Lärm macht depressiv


Gutenberg-Gesundheitsstudie
Lärm macht depressiv

Menschen, die sich durch Lärm belästigt fühlen, haben häufiger psychische Probleme. Unklar ist dabei, ob psychisch gestörte Menschen geräuschempfindlicher sind, oder ob Lärm Gesunde tatsächlich psychisch krank macht. Eine aktuelle Studie gibt Antworten.

Mehr Angststörungen und Depressionen

Wer im Alltag einer starken Lärmbelästigung ausgesetzt ist, entwickelt häufig Schlafstörungen und psychische Probleme wie Depressionen und Angststörungen – das ist das Ergebnis der Auswertung von 5-Jahres-Daten aus der Gutenberg-Gesundheitsstudie. Untersucht wurden dabei fast 10 000 Menschen, die zu Beginn der Studie durchschnittlich 54 Jahre alt und psychisch gesund waren.

Etwa 80 % der Teilnehmer fühlten sich über die 5 Jahre hinweg zumindest leicht, 28 % sogar stark gestört durch Lärmbelästigung in ihrem Alltag. Nur 20 % berichteten nicht über Belästigungen durch Lärm. Am Ende der Untersuchung litten die stark vom Lärm Geplagten häufiger an psychischen Problemen als die Lärm-Freien: 12 % von ihnen entwickelten eine Depression, 10% eine Angststörung und 26 % Schlafprobleme. Bei den Menschen ohne Lärmbelästigung betrugen die entsprechenden Häufigkeiten 7, 5 und 16%.

Fluglärm am schlimmsten

Die als am schlimmsten empfundene Lärmquelle war der Flugverkehr. Vor allem Fluglärm am Tage begünstigte die Entwicklung von Depressionen und Angststörungen. Schlafstörungen wurden dagegen am häufigsten durch als lärmend empfundene Nachbarn verursacht.

Die Forscher vermuten einen bidirektionalen Zusammenhang zwischen Lärm und psychischen Problemen. Einerseits erhöhen psychische Leiden die Empfindlichkeit für störende Geräusche. Andererseits zeigt die aktuelle Studie jedoch, dass Lärm psychisch krank machen kann: Er stört Alltagsaktivitäten und Schlaf und ruft negative emotionale Reaktion hervor, die die Entwicklung von Depressionen und Angststörungen bei ursprünglich gesunden Menschen begünstigen.

Quelle: Ärztezeitung

Besuchen Sie uns auch bei

facebook

 

Sie erreichen uns auch unter
015730606710

News

Zuckermedikament schützt Auge
Patient bekommt den Augeninnendruck mit einem Goldmann-Ophthalmotonometer  gemessen.

Nützlicher Nebeneffekt

GLP-1-Rezeptoragonisten senken bei Menschen mit Typ-2-Diabetes nicht nur den Blutzucker. Sie schützen offenbar auch vor einem Glaukom.   mehr

Was ist dran am Proteinhype?
Frau sitzt auf Trainingsmatte und bereitet sich einen Protein-Shake zu.

Joghurt mit Eiweiß bitte

Joghurt mit High Protein, Schokolade mit Protein, oder gleich ein ganzes Regal mit Proteinshakes – Lebensmittel mit Proteinzusatz sind aus den Supermarktregalen nicht mehr wegzudenken. Die Versprechen der Industrie sind groß: Wer mehr Proteine isst, nimmt ab, Proteine machen Muskeln und Veganer*innen sind vom Mangel bedroht. Stimmt das?   mehr

Weniger Muskeln durch die Abnehmspritze?
Weniger Muskeln durch die Abnehmspritze?

Überlegt abnehmen

Wer abnimmt, verliert nicht nur Fett. Der Gewichtsverlust geht oft auch mit einem Verlust an Muskelgewebe einher. Dieser Effekt scheint auch bei der Abnehmspritze ausgeprägt zu sein.    mehr

Behörde warnt vor Longevity-Infusionen
Behörde warnt vor Longevity-Infusionen

Fragwürdige Vitamincocktails

Infusionen mit Vitaminen und Aminosäuren gelten auf Social Media als neuer Gesundheitstrend. Unter Schlagworten wie „Longevity“ oder „Biohacking“ werden mehr Schönheit, Energie und gesundes Altern versprochen. Fachleute warnen jedoch vor unterschätzten Risiken.   mehr

Vorsicht in der Höhe mit Kindern
Vorsicht in der Höhe mit Kindern

Gesundes Bergwandern

Wandern in den Bergen ist bei vielen Familien beliebt. Doch ab 2500 m warten neben der intensiven Sonneneinstrahlung auch andere Herausforderungen auf den Körper. Vor allem vor der Höhenkrankheit muss man Kinder schützen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Kloster-Apotheke
Inhaberin Apothekerin Kerstin Gietzen
Telefon 07043/23 58
E-Mail klosterapothekemaulbronn@t-online.de